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Wie sucht man?


Besonders hilfreich ist die Online LoudSpeakerDatabase [Link oben rechts], dort sind nahezu alle erhältlichen Chassis mit TSParametern und Frequenzgängen eingepflegt. In dieser Datenbank kann nach Herstellern, Eigenschaften und Parametern gesucht werden. Um ganz sicher zu sein kann man den Datensatz noch beim Hersteller vergleichen.

TSParameter:

Das Thema Thiele Small Parameter ist sehr umfänglich, ich will nur eine kurze Anleitung zur Planung einer Box geben.
Die immer nötigen Q-Werte bezeichnen Gütefaktoren, (der Begriff Güte ist in diesem Zusammenhang relativ zu verstehen), Qt die Gesamtgüte neben Qe, Qm, Qs ist ein entscheidender Faktor, diese Gütefaktoren haben alle eine starke Abhängigkeit zu einander.

Aus dem Vas/Äquivalentvolumen eines Tieftöners, der freiluft- Resonanzfrequenz Fs und dem Qt eines Tieftöners errechnet sich das Boxvolumen und die untere Grenzfrequenz einer Box, all das (die Abhängigkeiten) kann man mit BassCad sehr gut austesten, man muss also nicht mehr selber zum Taschenrechner greifen :-).

Xmax, die maximale Auslenkung des Tieftöners, bestimmt u.A. den maximal erreichbaren Pegel der Box.
Vc der Durchmesser der Schwingspule bestimmt die Stabilität, das physikalische "Bewegungs-Profil" und die obere Grenzfrequenz eines Lautsprechers -> je größer Vc desto geringer Fs_max, daher kann ein Tieftöner wie der Name sagt nun mal keine hohen Frequenzen wiedergeben.

Ziel einer sauberen Abstimmung sollte sein das Maximum aus der kleinst möglichen Box zu holen und die Freiluftresonanz nicht zu unterschreiten, viel hilft viel stimmt also wie so oft ganz und gar nicht.

Genug der Theorie, die würde ohnehin den Rahmen dieser Präsenz Sprengen… Wiki hilft und es gibt sehr viel Literatur dazu.

Wenn man ein Chassi an clickt öffnet sich der vollständige Datensatz, unter den techn. Zeichnungen sind dann die Simulationsprogramme Basta, Hornresp, QSpeaker, VirtuixCAD, und WinISD verlinkt. Sofern man diese installiert hat wird der Datensatz geladen und man kann zur Tat schreiten. Es lohnt sehr sich mit dieser Database vertraut zu machen… eingrenzen mit Schieberegler, Vorwahl des Chassis, Eigenschaften, der Hersteller usw. zudem macht es Spass sich da einmal um zu schauen.

Tipp! fast alle Chassis mit einem N in der Bezeichnung haben einen extrem starken Neodym Magneten sind daher wesentlich leichter als "Normalo's" und Tieftöner oft sehr teuer, bei Hochtönern findet man sehr gute überaschend preiswerte Modelle.

Der erste Schritt, Woofer, Größe 8-10“ keine Marke erhalte ich eine unüberschaubere Menge an TieftonChassis. An dieser Stelle würde ich die Suche auf ein oder mehrere Hersteller eingrenzen, dadurch erhalte ich eine überschaubare Menge an Chassis, dies kann auch als Nachschlage-Werk genutzt werden.

Nun würde ich beim durchblättern auf die Res.Frequenz, möglichst niedrig und einen Qt kleiner 0,44 bei möglichst kleinem VAS Volumen und dem Wirkungsgrad/Sensitivity [Mittelwert 90db]  achten, das geht praktisch auf den ersten Blick beim durchblättern.

Beispiel ich finde Marke XY, 10“, ResFreq. 31Hz, VAS 75Liter, Qt 0,33, Sensitivity 90db
oft wird noch ein Preis und ein Fachhändler mit angezeigt. Diese sind in der Regel Preiswerter als die berühmten Onlinemärkte weil sich dort meist Dritthändler tummeln (bei Elektronik, Vor & Endstufen für den Selbstbau ist das umgekehrt).

Daraus lässt sich sicher eine Box mit einem Volumen von etwa 30Liter und einer Grenzfrequenz um 40Hz realisieren.

Xmax, die maximale Auslenkung des Tieftöners, bestimmt u.A. den maximal erreichbaren Pegel der Box, physikalisch betrachtet... viel bewegte Luft macht viel Bass. Dies bewirkt man bei kleinen Membrandurchmessern durch hohes Xmax bei vergleichsweise geringem Wirkungsgrad. Oder durch große Membranen mit geringem Xmax und z.T sehr hohem Wirkungsgrad oft im PA bereich ansässig. Es gibt jedoch  ausserordentlich gute PA-Tieftöner die für den HiFi Bereich tauglich und preiswert sind, beide Systeme sind sicher nicht oberhalb 500Hz zu gebrauchen.

Tip!
Es macht selten Sinn einen Tieftöner mit 85db Wirkungsgrad an ein Mittel_Hochtonsystem mit einem W-Grad von >90db zu koppeln, das lässt sich durchaus bewerkstelligen, hat aber auf der einen oder anderen Seite deutliche Nachteile.

Für eine Anspruchsvolle Entwicklung würde ich keinen 10“-Tieftöner mit Vc 25mm und Xmax 5mm in betracht ziehen. Solche Chassis gibt es sehr Preiswert das definiert auch deren Möglichkeiten. Dennoch muß ein prima Tieftöner egal welcher Größe nicht zwangsläufig teuer sein, suchen lohnt auf jeden Fall.


Vc der Schwingspulen Durchmesser legt auch Grenzen und Möglichkeiten eines Chassi fest, es gibt 10" Tieftöner mit einer 75mm Schwingspule von solchen Chassis darf man sehr viel erwarten. Natürlich legt der Aufbau & das Material der Membran viele Eigenschaften fest...

Bei Mittel & Hochtönern verhält es sich ähnlich ein Compression Driver mit Vc 44mm ist eine Leistungsfähige Einheit. Hier legt das Material und Schwingspule die Eigenschaften z.B. Obere Grenzfrequenz fest, oft fällt der Frequenzgang oberhalb 10kHz deutlich ab.

Schon sehr viele Hochtöner mit Vc 36mm erreichen eine obere Grenzfrequenz von 16kHz, wenn man Linearität bis 20kHz will sollte der Vc bei 25mm und kleiner liegen, solche Hochtöner sind aber erst ab 5kHz belastbar genug. Sehr beliebt sind Titanium Membrane weil sie sehr Leicht sind, kaum in Partialschwingungen aufbrechen und unerwartet gut klingen.


                                                        kleine lautsprecher kunde

Die eierlegende Wollmilchsau

 
GIBT ES NICHT ! und würde unser Hobby überflüssig machen. Einen Ansatz für dieses Fabelgeschöpf sind Breitbandchassi's und Koaxialsysteme. Beide Typen sind eher für die Beschallung öffentlicher Räume. geeignet, nach meiner Überzeugung aber nicht um guten Sound zu erzeugen.  Neben stehend die techn. Zeichnungen eines dynamischen Tief&Hochtöners welche die wirkungsweise von Standard Chassis veranschaulicht. Diese Technik ist bis heute sehr ausgereift,  hier möchte ich wenn ihr mehr wissen wollt  auf  Fachliteratur & Wiki verweisen weil das Thema diese Page sprengen würde. Für den Hochton gibt es recht verschiedene Methoden Schall zu erzeugen, im Mittelhochton Bereich habe ich durchweg gute Erfahrungen mit Hornlautsprechern gesammelt, weil ein Compression Driver  mit Horn sehr dynamisch klingt. Natürlich muss dieser oft um 10 und mehr Dezibel gedämmt werden da leistungsfähige Tieftöner einen Pegel um 90-100db haben und Compr.Driver oft 100-120db.

Basshörner sind nach meinem Wissen eher  Relikte aus der Vergangenheit, da es früher  keine Leistungsfähigen Endstufen gab, mußte man  um hohe Pegel zu erzeugen Hornkonstruktionen verwenden.

Elektrostaten und Andere sind "Flächenstrahler"  in der Regel sehr Aufstell und Einbau kritisch, ein Hype waren die wirklich hervorragenden Ionenhochtöner mit dem Nachteil das sie um Elektromagnetische Wellen abzuschirmen in einen Metallgitter gestellt werden müssen. Was jedoch keiner bedacht hat: es sind reine NOx Produktionsmaschienen, ich vermute dies wurde oft mit Ozon verwechselt das sicher auch in diesem elektrischen- Lichtbogen entstehen wird.

Subwoofer: sind sehr Leistungsfähig mit einem Xmax >10mm können daher viel Luft bewegen, haben jedoch oft einen Wirkungsgrad von nur 84-88db, müssen daher sehr belastbar sein um einen Gesamtpegel von z.B.-100db zu erreichen. Praktisch heist das er sollte mind. 300W belastbar sein um ihn mit einem Mittelhochton/100W von 91db zu kombinieren.

Noch zu sagen ist, selbst hochleistungsfähige Neodymmagnete haben nur den Vorteil ein Tieftonchassi leichter zu gestalten, erzeugen jedoch konstrukt-.bedingt eine höhere Resonanzfrequenz und sind nicht Resourcen schonend.  . Hier ein Foto, welches eine kleine Auswahl Elektronik & Chassis zeigt.



 

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